Altersvorsorge (3)

Obwohl 41 Prozent der Deutschen glauben, dass ihre Vorsorge zu kurz kommt, beschäftigen sich viele nicht ausreichend damit. Zeitmangel, fehlendes Wissen und geringes Interesse sind die Hauptgründe. Warum das Thema oft vertagt wird.

Zum Ende des ersten Quartals 2024 bezogen 719.330 Rentnerinnen und Rentner Grundsicherung im Alter – so viele wie nie zuvor. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Ruheständler, die auf das Sozialamt angewiesen sind, um 35.000. Dies berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der BSW-Gruppe im Bundestag.

Immer mehr junge Frauen setzen sich intensiv mit ihrer Altersvorsorge auseinander. Während vor vier Jahren 45 Prozent der 20- bis 30-Jährigen das Thema noch ignoriert hatten, sind es heute nur noch 15 Prozent. Dennoch fühlen sich viele von der Aufgabe überfordert und vertrauen vor allem auf Unterstützung aus ihrem privaten Umfeld und von Arbeitgebern.

Besitzer einer Riester-Rente, die ihre Zulagen für das Jahr 2021 noch nicht beantragt haben, sollten jetzt aktiv werden. Bis zum Ende des Jahres können diese Zulagen nachträglich beantragt werden – danach verfällt der Anspruch. Die Deutsche Rentenversicherung weist aktuell darauf hin.

Die staatliche Sparzulage für vermögenswirksame Leistungen wird verbessert: Der Bundestag hat dem Vorschlag der Ampel-Fraktionen zugestimmt, die Einkommensgrenzen für die Arbeitnehmer-Sparzulage zu erhöhen. Diese Maßnahme zielt darauf ab, mehr Menschen zum Sparen zu motivieren, und wurde von den Bausparkassenverbänden positiv bewertet.