Krankenversicherung (3)

Wenn ein Versicherungsunternehmen seinen Sitz in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union hat, darf es auch deutschen Bürgern vom Ausland aus eine private Krankenvollversicherung anbieten. In diesem Zusammenhang spricht man von sogenannten EWR-Dienstleistern (Europäischer Wirtschaftsraum). Und tatsächlich werben in den letzten Jahren vermehrt ausländische Versicherer um deutsche Privatpatienten.

In den ersten drei Monaten 2015 haben die gesetzlichen Krankenkassen deutlich mehr ausgegeben als eingenommen. Je nach Kassenart und Leistungsbereich gab es dabei deutlich unterschiedliche Entwicklungen.

Der Sommer steht vor der Tür! Viele Bundesbürger werden in den kommenden Wochen wieder aufbrechen, um ihren wohlverdienten Jahresurlaub zu genießen. Vor allem, wenn man in ferne Gefilde reist, sollte man dabei auch eine Auslandsreise-Krankenversicherung im Gepäck haben. Sonst kann sich der Urlaub schnell als Kostenfalle entpuppen, wenn man krank wird und auf ärztliche Behandlung angewiesen ist.

Private Krankenversicherung: Privatpatienten haben das Recht, in einen günstigeren Tarif der eigenen Versicherung mit ähnlichem Leistungsumfang zu wechseln, falls ein solcher existiert. Und tatsächlich kann man dabei -abhängig vom Anbieter- mitunter Prämien sparen. Aber Vorsicht: Ein solcher Wechsel sollte nicht voreilig erfolgen, sondern nur nach Abwägung der Vor- und Nachteile!

In den ersten neun Monaten 2014 haben die Krankenkassen deutlich mehr ausgegeben als eingenommen und ein hohes dreistelliges Millionendefizit eingefahren. Je nach Kassenart und Leistungsbereich gab es laut Gesundheitsministerium jedoch deutliche Unterschiede.

Die Rechengrößen in der Sozialversicherung steigen 2015 auf breiter Front an. Der Zugang zur privaten Krankenversicherung wird weiter erschwert und ist ab Januar erst ab einem Einkommen von über 4.575 Euro möglich.

Wer von seinem Arbeitgeber ins Ausland geschickt wird, um zu arbeiten, sollte sich nicht nur erkundigen, inwieweit er dort gesetzlich kranken- und unfallversichert ist, sondern auch, ob dort der bisherige Versicherungsschutz bestehender privater Versicherungsverträge weiter gilt.

Im Internet finden sich vielfach Werbeanzeigen, die eine private Krankenversicherung für 59 Euro Monatsbeitrag versprechen. Auch auf seriösen Seiten wie etwa Spiegel Online oder n-tv sind die Anzeigen zu finden. Doch vertrauenswürdig sind diese Angebote nicht, wie aktuell der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) warnt.

Auch wenn die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung vorerst sinken sollen, gehen die meisten Versicherten davon aus, künftig nicht weniger zu zahlen. Zudem werden auch andere Einschnitte befürchtet, wie Studien zeigen.

Im ersten Quartal 2014 wurden in der gesetzlichen Krankenversicherung 270 Millionen Euro mehr ausgegeben als eingenommen. Wohin das Geld geflossen ist und wo der größte Kostenblock liegt, gab jüngst das Bundesministerium für Gesundheit bekannt.

Der Bundestag hat vor Kurzem Neuregelungen für die gesetzliche Krankenversicherung beschlossen. Zunächst werden zwar der Beitragssatz und somit die Beiträge für Versicherten sinken, doch die von Experten erwarteten Zuschlägen werden künftig nur noch von den Arbeitnehmern verlangt.